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Entstehung der Region Schorfheide.

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Historie/Daten/Entstehung

Grundlegendes über das Biosphärenreservat Schorfheide Chorin 

Kloster Chorin in der Schorfheide
Kloster Chorin – Foto von Andre’ Dombrowski

Das 1258 von askanischen Markgrafen gegründeteZisterzienserkloster in Chorin (Kloster-Chorin) bewirtschaftete zwischen dem 13. Jahrhundert bis zum Ende des 30-jährigen Krieges einen großen Teil des heutigen Gebiets der Schorfheide Chorin.

Im Schorfheidegebiet in der Nähe von Groß Schönebeck hatten der damalige Reichsminister Hermann Göhring (in Carinhall), später Erich Honecker (in Hubertusstock) und der Stasi-Chef Erich Mielke, im Gebiet um denWolletzsee ihre Jagdresidenzen.
Dadurch wurde das Gebiet für Besucher gesperrt und somit ist dieser von Menschen verschonten Natur eine ungestörte Entwicklung beschieden gewesen.

Der Name Schorfheide kommt vermutlich von dem Wort Schorp Weide (Schaf Weide),DSC08379
da die Bauern früher ihre Schafe, später auch Schweine, in den Wald trieben (Hutewald), wo sich die Tiere an nahrhaften Eicheln & Bucheckern mästen konnten. Ab dem 18. Jahrhundert taucht der Begriff Schorff Heyde erstmalig in Forstdokumenten auf.




Details über das Biosphärenreservat Schorfheide Chorin

Natur in der Schorfheide Chorin
In dem ca. 1250 km² großen Biosphärenreservat Schorfheide Chorin finden wir als größten Anteil Kiefernwald vor, einen großen Bereich an Mischwald & Laubwald sowie die größten zusammenhängende Areale von reinem Buchenwald (Grumsin) aber auch Bereiche von Eichenwald (Hutewald), in dem sich viele Traubeneichen befinden, die über 200 bis 600 Jahre alt sind.

An Seen finden sich große bekannte Badeseen, wie der Parsteiner See (größter See in der Schorfheide), der Werbellinsee, der Grimnitzsee, der Wolletzsee oder auch die weniger bekannten, wie der Jakobsdorfer See und Choriner Amtssee. (Insgesamt ca. 230 Seen!) Ca. 10% des Schorfheidegebietes sind Moore & Sumpflandschaften, vorwiegend Versumpfungsmoore aber auch die seltenen KesselmooreMoore in der Schorfheide Chorin
Das größte Versumpfungsmoor ist das Totalreservat Plagefenn ein 177 ha großes Moor südlich von Brodowin sowie das Kesselmoor Fischerbruch mit ca. 2 ha. In der Schorfheide siedeln noch Bestände vom schwarzen Elbbiber, Fischotter, Schreiadler, Fischadler, Uhu und Schwarzstorch aber auch die europäische Sumpfschildkröte, die Schmerle oder Rotbauchunke sind hier ansässig. Sehr große Ansammlungen von Kranichen nutzen die Schorfheide als Rast -und Brutgebiet.

Daten:

  • Gründung am 12.09.1990 & Anerkennung durch die UNESCO am 17.12.1990 Hüglellandschaft mit Endmoränen um Pfingstberg und Stegelitz
  • Die Größe des gesamtem Biosphärenreservates Schorfheide Chorin beträgt 1291 km².
  • Davon sind über 50% Waldgebiete.
  • Es befinden sich 230 Seen im Gebiet des Schutzgebietes.
  • Im Biospärenreservat Schorfheide Chorin leben rund 32 000 Einwohner in 65 Gemeinden, was einer Dichte von 25 Einwohnern pro km² entspricht.
  • Es gibt 3 Kleinstädte – Oderberg, Joachimsthal und  Greiffenberg.
  • Größere angrenzende Städte sind Eberswalde, Angermünde, Prenzlau, Templin, Zehdenick und Bad Freienwalde

Zum Bereich des Biospärenreservates Schorfheide-Chorin gehören: (gem. § 2 Flächenbeschreibung und Abgrenzung aus NatSGSchorfhV)

  1. die Choriner Endmoränenlandschaft mit dem Parsteiner See und dem Grumsiner     Forst,
  2. der Niederoderbruch und die Neuenhagener Oderinsel,
  3. die Britzer Platte,
  4. die Werbellin – Joachimsthaler Moränenlandschaft,
  5. die Schorfheide,
  6. die Poratzer Grund- und Endmoränenlandschaft,
  7. die Grund- und Endmoränenlandschaft um Melzow und Greiffenberg,
  8. die Ackerlandschaft Gerswalde – Stegelitz,
  9. das Templiner Seengebiet.

Es gibt 3 Zonen im Biosphärenreservat Schorfheide Chorin:

  • Zone I  Naturschutzgebiet – Naturentwicklungszone (Kernzone) ca. 35-36 km², Es gibt keine wirtschaftliche Nutzung. Das Betreten dieser Zone ist untersagt.

Buchenwald Grumsin

  • Zone II Naturschutzgebiet – Pflegezone ca. 250 km².  Die Pflegezone dient der Erhaltung und Pflege landschaftlicher Vielfalt. Eine wirtschaftliche Nutzung ist immer dem Schutz untergeordnet und entsprechend auszurichten
  • Zone III Landschaftsschutzgebiet – Entwicklungszone ca.1000 km², mit fast 80 % der Gesamtfläche des Schutzgebietes, die größte Zone mit wirtschaftlicher Nutzung und Kulturlandschaft.



Über die Entstehung der Schorfheide

Das Gebiet des heutigen Biosphärenreservates Schorfheide Chorin wurde maßgeblich (wie der Barnim und die Uckermark) durch skandinavische Eismassen während des Eiszeitalters geformt und aus entsprechenden Sedimenten aufgebaut.
Es gibt 3 Hauptphasen die an der Formung beteiligt waren:

Von Eberswalde kommend, finden wir hier das Eberswalder UrstromtalSander,Grundmoränen und Endmoränen.

Riesige Gesteinsblöcke wurden vom in das Land hineinwachsende Eis mitgebracht und liegen nun an vielen Stellen mit beeindruckender Größe in der Natur. Durch Geschiebemergel sowie unterschiedliche Bodenschichten und -formationen entstanden aus dem sich zurückziehenden Eis viele Eisstauseen.
Hüglellandschaft mit Endmoränen um Pfingstberg und Stegelitz 

Hüglellandschaft mit Endmoränen um Pfingstberg und Stegelitz
Wir finden viele langgestreckte von sanften Hügeln durchzogene Gebiete um Pfingstberg, Stegelitz, Gerswalde bis hin nach Templin über Steilhügel bis 120 Meter Höhe auf der Strecke von Eberswalde – Liepe – Oderberg.

Wer sich sehr für die Geologie und Entstehung interessiert, dem sei die Kiesgrube bei Ziethen zu empfehlen.
Hier lässt sich durch den Abbau von Sand und Stein eine geologisch geschichtliche Wanderung unternehmen.

In Joachimsthal befindet sich in der Schorfheide Info eine ständige Ausstellung der geologischen Geschichte und Fossilienfunde.

Geopark Eiszeitland am Oderrand
Geopark Eiszeitland am Oderrand

Joachimsplatz 1-3
16247 Joachimsthal
Tel: 33361 – 646 38

In Groß Ziethen an der historischen Dampfmühle gibt es auch jede Menge Informationen zum Ausstellungsthema “Erfahrung Eiszeit”

Geopark Eiszeitland am Oderrand
Besucher- und Informationszentrum Geopark

Zur Mühle 51
16247 Ziethen OT Groß-Ziethen
Telefon:: 01573 1359023

Weitere Informationen, Öffnungszeiten und Preise finden Sie hier: www.schorfheide.de

 


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